Wandheizung

Unter einer Wandheizung versteht man im Allgemeinen eine Flächenheizung. Sie dient der Erwärmung von Räumen, indem Wärme von den Wänden abgegeben wird. Um eine Wandheizung sinnvoll zu betreiben, müssen bestimmte technische und bauliche Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu gehört in erster Linie eine ausreichende Wärmedämmung der Außenwände. Sind die Wände nur ungenügend gedämmt, so kommt es zu starken Energie- und Wärmeverlusten. Daher ist es beispielsweise bei Fachwerkhäusern oder Altbauten zwingend erforderlich, gegebenenfalls eine Wärmedämmung nachträglich aufzubringen, um Transmissionsverluste zu vermeiden. Generell ist die Installation einer Wandheizung an den Innenwänden energetisch sinnvoller. Wandheizungen können aber auch an den Außenwandinnenseiten eines Gebäudes angebracht werden.

2 unterschiedliche Heizungsvarianten

Ist von Heizkörpern die Rede, so unterscheidet man grundsätzlich in zwei verschiedene Arten von Heizungen. Der Unterschied besteht darin, wie der Heizkörper seine Wärme abgibt. Das kann durch die Erwärmung der Luft, die sogenannte Konvektion, passieren oder durch Strahlungswärme. Heizkörper, die die Luft erwärmen, findet man in so gut wie jedem Haus oder Wohnung. Sie stellt die einfachste und üblichste Form der Erwärmung eines Zimmers dar, auch wenn dieses System über zahlreiche Nachteile verfügt. Konvektionsheizkörper sind zwar klein und zeichnen sich durch ihre kompakte Bauweise aus, verursachen aber durch die Lufterwärmung eine Luftzirkulation, die wiederum für reichlich Staubaufwirbelungen sorgt. Viele Mieter oder Hausbesitzer haben zudem mit Schimmel an den Wänden zu kämpfen. Auch das ist eine Folge von herkömmlichen Konvektionsheizungen, kombiniert mit einer unzureichenden Belüftung. Statistiken zur Folge ist in Deutschland jedes zweite Haus von Schimmelpilzen betroffen. Hohe Luftfeuchtigkeit, wie man sie aus dem Bad oder der Küche kennt, führt in vielen Fällen zu Schimmelbefall. Schimmel ist extrem gesundheitsschädlich und unter anderem die Ursache für Allergien oder schlimmere Krankheiten. Wer Schimmel in seiner Wohnung vermeiden will, muss für eine gleichmäßige Wärme sorgen. Die durch herkömmliche Heizungen erwärmte Luft steigt jedoch prinzipiell an die Decke. Die Wände hingegen bleiben kalt und feucht und bieten so idealen Nährboden für Schimmel.

 

WandheizungWer für ein zugleich hygienisches und angenehmes Raumklima sorgen möchte, für den ist eine Wandheizung eine gute Alternative. Zum einen wird die Strahlungswärme, die eine Wandheizung abgibt, von den meisten Menschen als eine sehr wohlige Wärme empfunden. Die Funktionsweise ist ähnlich, wie man sie von der Sonne kennt. Die elektromagnetischen Wellen erwärmen die in der Umgebung befindlichen Körper, die wiederum fähig sind, die von der Wandheizung abgegebene Strahlung zu absorbieren. Die Luft wird dabei nicht erwärmt. Es gibt verschiedene Systeme für Wandheizungen, die sich in der Bauart und Funktionsweise unterscheiden. Gerade im Fertigteilhausbau setzen mittlerweile viele Anbieter auf eine Wandheizung; eignet sich diese Heizung doch perfekt für den Einsatz in Niedrigenergie- und Passivhäusern. Die Wandheizung ist eine Niedertemperaturheizung und lässt sich sehr effektiv mit dem Betrieb einer Wärmepumpe oder einer Solaranlage verbinden.

Notice!

Please enable widgets in bottombar!